
Die Ritter von Meusegast
Meusegast: in alten Zeiten Mugegast, Musegost, Mussegast, Mißegast usw. So wie die Ortsnamen in alten Zeiten unterschiedlich gesprochen und geschrieben wurden, so war es auch bei den Familiennamen. Aus dem ursprünglichen Personennamen Curwitz wurde Corwitz, Gurbewicz, Gurwitz, Korbis, Korbitz, Kurbitz, Kürbitz, Kieritz, Kieritzsch, Kurewitz, auch Kurczewicz usw. 1378 hatte der Markgraf von Meißen die oberste Gerichtsbarkeit; Meusegast gehörte zum Castrum Dresden, war aber dort nicht zinspflichtig. Seit 1385 ist die Adelsfamilie von Körbitz/Kürwitz im Zusammenhang mit der Dohnaschen Fehde bekannt geworden. Am 22. März 1462 wird Fritz von K. mit dem halben Vorwerk Meusegast beliehen. 1465 erscheinen Fritz und Rützschel (Rudolf) v. K. als Besitzer des Vorwerks. Am 14. November 1468 leiht Fritz v. K. auf Meusegast gesessen, dem Predigerorden 2 Äcker Wiesewachs zu Leipzig. Er hatte Niedermeusegast von der Familie von Schönberg erworben.
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Die ausgebreitete Familie derer von Gorbewitz, Gorewitz, Gurbewicz, Körbitz, Kurewitz, Kürwitz, Kurwitz, Kyrbitz u. ähnlich geschrieben, gehörte zu der Lehns-mannschaft der Markgrafen von Meißen und hatte markgräflichen Lehnsbesitz. Schon 1337 saß das Geschlecht auf Burkersdorf bei Frauenstein im Erzgebirge. Wiederholt erscheint die Familie in landesherrlichen Urkunden. Im Jahre 1374 zog Hans von Körbitz an der Seite des Markgrafen Wilhelm des Einäugigen gegen den Bund der Sterner. 1493 wurde ein Leibgedingebrief für Margareta, Gattin von Fritz v. K. ausge-stellt. Am 19. April erhielten Melchior und Georg von K. (Gebrüder), den Gesamt-lehnsbrief über Meusegast. 1509 entschied Herzog Georg zu Sachsen, wonach Friedrich v. K. zu Meusegast" für sich und sein Hausgesinde Bier und andere Getränke kaufen mag, wo er will, während seine Untertanen in Pirna ihr Bier zu kaufen haben. 1520 verkauft Georg v. K. Anteile aus seinem und seines Bruders Friedrich und dessen Gemahlin Besitz an seinen Bruder Melchior v. K. um 400 rh. Gulden. Die Witwe von Friedrich v. K., hier Margareta v. Kurbitzin genannt, erhält einen Gunstbrief nachdem sie 1 Gulden jährliche Zinsen an die Herren Marcus Man und Rudolf v. Bünau zu entrichten hatte. Die Untertanen der Witwe Kurbitzin zu Niedermeußgeß stellen 14 Pferde zum Heeresdienst.
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Quellen: Bilder, Seite "Besuch in Meusegast" von Herrn Ortschronisten Wolf, in Meusegast freundlicherweise zur Verfügung gestellt.. Pläne v. alten Rittergut Meusegast, Ausschnitt Zeitung, altes Bild v. Rittergut u. Urkunde © Judith Kürwitz
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