RITTERGUT KORBITZ BEI MEISSEN

Ein Spaziergang durch Korbitz und Besichtung des Ritterguts im Juli/August 2009

1336: Corewicz, 1358: Gelfrat von Korbicz, 1378: Karewicz, Korwicz, Korebitz, 1475: Gorwitz, 1486: Kurbitz, 1504: Kurwicz, 1547: Korwitz, 1579: Korbitz

1358: Herrensitz, 1431: allodium, 1486: Vorwerk, 1653: Vorwerk, 1723: Rittergut , 1875: Vorwerk

   

Die Korbitzer Straße ist zur Erinnerung an den Namen Korbitz benannt. Die Fluren des Dorfes
Korbitz reichen bis ins Riebischtal/Rauhental.

 

 

 

Das Vorwerk Korbitz war im 14.Jahrhundert ein Außenposten des Rittergutes Jahna. 1504 wurde es an das Augustiner Chorherrenstift St. Afra verkauft.

 

 

 

Nach Aufteilung des Klosterbesitzes 1539 erwarb es Ernst von Miltitz auf Siebeneichen.

 

 

   
Ernst von Miltiz war ein Verwandter der Familie Körbitz/Kürwitz. Das Rittergut wurde einst von der Adelsfamilie v. K. gegründet und gilt als Stammsitz der   Familie. Hier wurde Hans Kaspar, (1581-1639) der spätere Kurfürstliche Rat und Hofmarschall der Kurfürstin Magdalena Sybilla geboren.   Seine Eltern waren Kaspar v. K. u. Sybilla v. Dommitzsch. Sie kamen aus Meusegast bei Dohna.

Hans Kaspar heiratet in I. Ehe Maria von Loss aus dem Hause Pillnitz. 1606 wurde auf dem Dresdner Schloß geheiratet. Der Sohn beider, Johann Christoph v. K., kam als Page mit der kurfürstlichen Prinzessin, Anna Magdalena nach Dänemark. Später wurde er deren Hofmarschall und Kriegsminister. Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau heiratete er in II. Ehe Elisabeth v. Blancke, ebenfalls Hofmeisterin der Kurfürstin am Dresdner Hof. Sie heirateten in Torgau. Elisabeth u. Hans Kaspar lebten später in Dresden, wo ihnen 4 Söhne und 1 Tochter geboren wurden. Hans Kaspar und sein Bruder Friedrich wurden in der Frauenkirche zu Dresden begraben. Über sie erzähle ich später weiter.